Fütterung

Pferde als Dauerfresser haben einen kleinen Magen und deshalb immer Appetit. Deshalb bekommen unsere Pferde viele kleine Portionen über den Tag verteilt. Wildpferde haben einen nahezu stündlichen Rhythmus (durchgehend tags und nachts), wobei innerhalb dieser Stunde abwechselnd gefressen, gedöst, geschlafen und gewandert wird.Die computergesteuerte Fütterung von Kraft- und Raufutter garantiert eine bedarfsgerechte Versorgung aller Pferde. Die Pferde werden in allen Futterstationen individuell erkannt und sind während des Fressens durch eine so genannte Nachlaufsperrre geschützt vor dem Verdrängen durch andere Pferde. Sie lernen sehr schnell, dass sie weder anderen ihr Futter stehlen können noch selbst vom Futter verdrängt werden. So verschwindet der sonst oft übliche Futterneid bald und die Pferde werden zusehends ausgeglichener und friedlicher.

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Kraftfutterstation

Die Kraftfutterstation ist „Herzstück und Motor“ der Anlage. Sie ist der Anreiz für die Pferde, den Bereich der Heustationen zu verlassen und sich auf den Rundweg zu begeben, wo stündlich dann die Belohnung wartet: hier kann jedes Pferd sein individuell zugedachtes Kraft – und Mineralfutter bis zu 24 mal am Tag in Miniportionen abrufen. Hafer, Müsli und ein an unseren Boden angepasstes Mineralfutter werden vom Computer entsprechend den Bedürfnissen für jedes Pferd bei jeder Mahlzeit neu zusammengemischt. Selbst das Tempo des Futterabwurfs wird individuell entsprechend seiner Fressgeschwindigkeit eingestellt. So fressen die Pferde im Laufe der Zeit immer langsamer, kauen gründlicher und verwerten somit das Futter besser. Diese Station könnte bis zu 25 Pferde versorgen, da die Fresszeiten wegen der vielen kleinen Mahlzeiten sehr kurz sind.

Heudosierer

Auch hier können sich die Pferde stündlich selbst bedienen. Jedes Pferd bekommt eine ihm angemessene Futterzeit einprogrammiert. Aufgrund der bei Raufutter langen Fresszeiten versorgt hier ein Stand maximal 3 – 4 Pferde. Die Pferde werden durch das stündliche Aufsuchen der verschiedenen Stationen auf einen Rundweg geleitet und so in Bewegung gebracht. Langeweile und Agressionen werden so vermieden.
Kein Pferd bekommt zweimal hintereinander in der selben Station Futter – so lernen die Pferde, die Stationen zu wechseln, nicht zu „parken“, sondern wie in freier Natur von Futterplatz zu Futterplatz zu wandern.

Tränke

Außerhalb des Ruheraumes, auf dem Rundweg, steht den Pferden eine beheizte Tränke zur Verfügung.